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Wer Eigentum besitzt, bleibt auch in Remscheid – Jobs, bezahlbarer Wohnraum und Gewerbegebiete müssen auf die politische Agenda
Der Presse ist zu entnehmen, dass der Fraktionsgeschäftsführer der SPD sich samt Familie auf Wohnungssuche befindet.
30 Häuser habe er mit seiner Gattin und unter Zuhilfenahme von Architekten in Augenschein genommen, doch keines genügte den Ansprüchen des Lenneper Ratsmitglieds.
„Die Odyssee des Martin Brink durch den Remscheider Immobilienmarkt weist auf ein grundsätzliches Problem hin, dass von der CDU-Fraktion immer wieder auf die politische Agenda gebracht worden ist. Wir brauchen mehr Bauland. Wir haben beispielsweise am 1. Juni 2010 in der Bezirksvertretung Lennep eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, ob es richtig sei, dass ein Investor Interesse für Bebauungsmaßnahmen im Gebiet Knusthöhe angemeldet habe, bisher aber noch keine Reaktion von Seiten der Verwaltung auf die Anfrage des Interessenten erfolgt sei. Wie bei so vielen anderen Projekten in dieser Stadt herrscht auch hier Schweigen im Walde oder bestenfalls Zaudern, Zögern und Hinausschieben.
Brink klagt also etwas larmoyant über Probleme, welche die Stadtspitze, der verantwortliche Stadtplaner und die Mehrheit, die eigentlich gestalten wollte, nicht entschieden genug angehen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen Siegfried.
„Sorge bereitet uns Christdemokraten der zunehmende Trend, dass unsere Stadt von jungen Menschen zwischen 20 und 40 Jahren und Familien mit Kindern augenscheinlich als immer unattraktiver wahrgenommen wird. Wir haben in Remscheid gute Schulen und Ausbildungsstätten. Es ist bedauerlich, dass zahlreiche junge Menschen die erworbenen Kenntnisse nicht in ihrer Heimatstadt anbringen können, sondern in andere Städte abwandern.
Wenn man sich vor Augen führt, wie Stadtspitze und Ampelbündnis bisher auf diesen Trend reagiert haben, dann bereitet dies der CDU-Fraktion ebenfalls tiefe Sorge. Achselzuckende Schicksalsergebenheit nach dem Motto ‚Wir können doch sowieso nichts ausrichten’ ist ein Armutszeugnis für die handelnde Politik.
Neben der Diskussion über das Weniger, also das Sparen im städtischen Haushalt, brauchen wir dringend eine Diskussion über das Mehr. Auf den Punkt gebracht:
Wir benötigen dringend mehr Arbeitsplätze durch mehr Gewerbegebiete und mehr attraktiven Wohnraum für unsere Menschen.
Dies sind die augenscheinlichen und offensichtlichen Schlussfolgerungen, die aus der negativen Bevölkerungsprognose zu ziehen sind, welche heute auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses stehen. Junge Menschen bleiben besonders dann in Remscheid, wenn sie hier eine Arbeit und bezahlbaren Wohnraum finden. Wer Eigentum hat, der zieht nicht so leicht in eine andere Stadt. ‚Remscheid braucht Zukunft’: Diese Forderung, die ich im Kommunalwahlkampf gemeinsam mit der Remscheider CDU gleichsam gebetsmühlenartig verwendet habe, wird von dieser Stadtspitze leider immer noch nicht eingelöst“, so Siegfried.
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