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Presseartikel
Donnerstag, 26. Januar 2012 um 20:09 Uhr

Könnte X an der A1 Durchreisende irritieren?

(rga). Die Autobahnausfahrt Remscheid soll ein neues Erkennungszeichen bekommen. Ein großes X soll Durchreisende auf die Röntgen-Stadt Lennep aufmerksam machen. Die Idee der CDU fand einmütige Zustimmung im städtischen Bauausschuss. Ein Künstler-Wettbewerb und die Sponsorensuche sind die nächsten Schritte.

X - das steht für die X-rays, wie die von Röntgen entdeckten Strahlen im Englischen heißen. Doch: Wie viele Durchreisende sind Fachleute? Ulrich Henning vom Deutschen Röntgenmuseum warnt, dass ein X ungewollte Assoziationen wecken könnte: "Was denken ein Deutscher, ein Österreicher und ein Franzose, die im Auto vorbeifahren?"

Der Deutsche zucke im Zweifel mit den Schultern und fahre weiter. Der Österreicher hingegen gibt Gas und sieht zu, dass er Land gewinnt: "In Österreich steht das X für gesperrte Wege und geplante Sprengungen." Wie schlussendlich der Franzose reagiert, hänge ganz vom Fahrer ab, sagt Hennig und sorgte für Heiterkeit unter den Politikern: "Im Französischen steht das X für Pornografie."

Das hatte York Edelhoff (SPD) wohl nicht im Sinn, als er kurz zuvor die Idee lobte: "Alles, was den Standort Remscheid bekannter macht, ist gut." Und auch Jens Nettekoven (CDU) dürfte nicht unbedingt schlüpfrige Gedanken gehabt haben, als er davon träumte, dass Remscheid schon bald überall als "die Abfahrt mit dem X" bekannt sein könnte.

Die Politiker einigten sich darauf, einen Ideenwettbewerb vorzubereiten, der auch Hennigs Einwand berücksichtigt. Kosten übrigens soll das Kunstwerk den Steuerzahlern nichts: Allein Sponsoren sollen das X finanzieren.

 

 
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