Bürgerbüro - Wilding soll Stellung beziehen
(rp) Die Bezirksvertreter von Lüttringhausen haben quer durch alle Fraktionen das Gutachten des Heimatbundes zum Erhalt des Bürgerbüros begrüßt.
Die Bezirksvertreter wollen sich aber ein Mitspracherecht bei der Diskussion um die Zukunft des Büros sichern.
Sie forderten in der Sitzung im Lüttringhauser Rathaus die Verwaltung auf, die Ergebnisse der Prüfung in der Bezirksvertretung vorzustellen, bevor der Rat im Oktober darüber entscheidet. Außerdem stimmten alle Mitglieder einem Antrag der CDU zu, dass in dieser Sitzung Oberbürgermneisterin Beate Wilding persönlich Stellung beziehen soll. "Wir gehen auf Sicherheit und fordern Mitsprache", sagte Andreas Stuhlmüller, Sprecher der CDU.
Keine neuen Kosten
Peter Maar, Vorsitzender des Lüttringhauser Heimatbundes und Verfasser des Gutachtens, erläuterte den Vertretern die Eckpfeiler des Vorschlags. Er enthalte keine zusätzlichen Kosten für die Stadt. Die Streichung von fünf Stellen im Zentralen Dienst im Ämterhaus am Friedrich-Ebert-Platz werde akzeptiert. Das Gutachten sieht vor, im Lüttringhauser Rathaus künftig vier Stellen einzurichten. Zurzeit arbeiten in dem Büro in der Regel zwei Mitarbeiter. Wenn es möglich sei, dort künftig auch eine Kfz-Zulassungsstelle einzurichten, sollen dort sieben Mitarbeiter arbeiten.
Aus Sicht des Gutachters sei dies technisch kein Problem. Auf das Gutachten hat die Gestaltungsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP bereits reagiert. In der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wurde Oberbürgermeisterin Wilding aufgefordert, die finanziellen und organisatorischen Folgen einer Umsetzung zu prüfen. Dafür geben die Politiker der Verwaltung drei Wochen Zeit. In der Sitzung am 23. September erwarten sie einen Bericht über die Ergebnisse, heißt es in dem Antrag.
Die Oberbürgermeisterin will dem Wunsch der Vereine aus Lennep und Lüttringhausen entsprechen, Vertreter der Initiative an den internen Beratungen zu beteiligen. Das hat sie gegenüber dem BM bestätigt. Maar betonte, es seien die Lenneper Vereine gewesen, die die Idee zu einer gemeinsamen Initiative der beiden Stadtteile für das Bürgerbüro ergriffen haben. Die Lenneper und Lüttringhauser wollen auch in Zukunft enger zusammenarbeiten und sich regelmäßig über Termine austauschen.
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