Bürgerbüro – Wilding prüft Vorschlag
(RP) Oberbürgermeisterin Beate Wilding will den Vorschlag zur Rettung des Lüttringhauser Bürgerbüros ernsthaft prüfen.
Das erklärte sie gestern auf Nachfrage der BM.
Der Lüttringhauser Heimatbund und acht weitere Vereine aus Lennep und Lüttringhausen hatten Wilding ihr Gutachten über die Einrichtung einer Bezirksverwaltungsstelle für die beiden Stadtteile zugeschickt. Darin führen die Verfasser aus, wie nach ihrer Meinung das Bürgerbüro trotz der Reduzierung des Personals für das Einwohnermeldewesen erhalten bleiben könnte. Aus Sicht des Lüttringhauser Heimatbundes sprechen weder organisatorische noch finanzielle Gesichtspunkte dagegen, das Bürgerbüro weiter offen zu halten.
Die Oberbürgermeisterin will auch der Bitte der Vereine und der Politik nachkommen, die Servicestelle in Lüttringhausen so lange offen zu halten, bis die Ergebnisse der Prüfberichte vorliegen. Die Vertreter der Initiative zur Rettung des Bürgerbüros haben der Oberbürgermeisterin gestern außerdem vorgeschlagen, einen Runden Tisch "Bürgeramt Lüttringhausen/Lennep" einzurichten. Die Vereine möchten an den Gesprächen der Verwaltung mit drei Mitgliedern teilnehmen. Sie verstehen diese Teilnahme als kostenlose Unternehmensberatung. Die Oberbürgermeisterin will laut Pressesprecherin Viola Juric sicherstellen, dass die Vereine an der Prüfung des Vorschlags beteiligt werden. Bei der Rettung der Stadtteilbücherei hätte man gute Erfahrungen mit den "Lütteraten" gemacht.
Wilding verwies darauf, dass nur der Rat den Beschluss, das Bürgerbüro zu schließen, zurücknehmen könne. Die Gestaltungsmehrheit aus SPD, FDP und Grünen fordert die Verwaltung auf, die finanziellen und personellen Konsequenzen des Vorschlags zu prüfen. Einen entsprechenden Antrag wollen sie im Haupt- und Finanzausschusses stellen. Die CDU lobt die Arbeit des Heimatbundes und kritisiert die Ampelmehrheit. "Weder die Oberbürgermeisterin noch Ampelsprecher Hans Peter Meinecke konnten der Bevölkerung trotz Aufforderung erklären, welche Einspareffekte mit der Schließung des Bürgerbüros zu erzielen seien", teilte CDU-Fraktionsvorsitzender Jochen Siegfried mit. Kaum sechs Wochen nach dem Ratsbeschluss müsse sie jetzt zurück rudern.
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